Tuesday

14th Jul 2020

US-Firma: Russland hinter Hackerangriff auf Macron

  • Gehackete E-Mails von Macrons Team sollen finanzielle Unregelmäßigkeiten zeigen (Photo: Leonardo Rizzi)

Eine US-amerikanische Firma für Netzsicherheit erklärt, dass Russland hinter den Leaks steckt, die die französischen Wahlen am vergangenen Wochenende beeinflussen sollten.

Vitali Kremez, Leiter der Forschungsabteilung des in New York ansässigen Untenehmens Flashpoint, sagte am Samstag (5. Mai) der Nachrichtenagentur Reuters, dass eine russische Gruppe namens "APT 28" hinter den Leaks steckt.

Read and decide

Join EUobserver today

Support quality EU news

Get instant access to all articles — and 20 years of archives. 14-day free trial.

... or subscribe as a group

"Wenn das tatsächlich von Moskau ausging, dann scheint dieser Leak eine bedeutende Eskalation gegenüber den bisherigen russischen Operationen zu sein, die die US-amerikanische Präsidentschaftswahlen zum Ziel hatten. Es würde eine Erweiterung des Ansatzes und Umfangs sein, von einfachen Spionagebemühungen hin zu einer direkten Beeinflussung des Ergebnisses", sagte Kremez.

Es wurde von US Behörden erklärt, dass APT 28, die auch als APT10, APT 29, Fancy Bear und Pawn Storm bekannt sind, eine Fassade des russischen Militärgeheimdienstes GRU ist.

Es wurde ferner im April von der in Tokio ansässigen Firma Trend Micro berichtet, dass APT 28 versucht hätte, das Wahlkampfteam von Emmanuel Macron, dem nächsten französischen Präsidenten, zu hacken.

Die Ähnlichkeit zwischen den Ereignissen in Frankreich und denen während der US-Wahl im vergangenen Jahr, als der GRU E-Mails von Hillary Clinton, der Kandidatin der Demokratischen Partei, gehackt haben soll, befeuerten ebenfalls neue Anschuldigungen.

Clintons ehemaliger Pressesprecher, Brian Fallon, schrieb am Wochenende auf Twitter: "[der russische Präsident] Putin führt Krieg gegen die westlichen Demokratien".

Clintons ehemaliger Wahlkampfleiter, Robby Mook, tweetete: "Für diejenigen, die dachten, dass Russland sich zurückzieht. Die Emails von Macrons französischem Präsidentschaftswahlkamps sind im Internet geleakt worden ".

Die von Macron gestohlenen Dateien sollen finanzielle Unregelmäßigkeiten aufweisen.

Sie wurden am späten Freitagabend auf Konten, die zu rechtsgerichteten US-Aktivisten gehören, gepostet, bevor sie von der Webseite von WikiLeaks bekannt gemacht und später von Social Media-Nutzern, die mit russischen Staatsmedien verbunden sind, weiterverbreitet wurden.

WikiLeaks zog Anschuldigungen auf sich, Handlanger des russischen Regimes zu sein, nachdem es im vergangenen Jahr geleakte E-Mails von Clinton veröffentlicht hatte.

Wikileaks schien sich am Sonntag gegen Russland zu wenden als es mitteilte, dass eine russische Firma namens Evrika, die Verbindungen zum russischen Geheimdienst FSB hatte, laut den Daten des Macronhacks, in den Angriff verwickelt ist.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Englisch veröffentlicht.

This article was originally published in English.

Verdacht gegen Russland bezüglich Macronhacking

Laut einer neuen Studie haben russische Spione auf dieselbe Art und Weise versucht die Passwörter von Macrons Leuten zu stehlen, wie es sie auch beim Hacking der US Wahlen taten.

Hohe Cyber-Bedrohung für Frankreichs Wahlen

Frankreichs Präsident Francois Hollande kündigt an, alle notwendigen Massnahmen zu treffen, um Cyberattacken vor den Präsidentschaftswahlen im April und Mai zu verhindern. Die politischen Parteien sind jedoch weiterhin anfällig.

Investigation

Alte Freundschaft zwischen Le Pen und Putin

Le Pen traf Putin dreimal, nicht einmal, wie berichtet wurde. Aber wieviel Geld bekam ihre Partei und an welche Bedingungen war es geknüpft?

Investigation

USA: Russland hat Macron gehackt

Die USA behauptete Russland stecke hinter dem Hackerangriff auf Macron, aber ein Cyber-Experte war sich nicht so sicher und sagte, dass die deutschen Wahlen und EU Journalisten Ziele Moskaus wären.

Neuer Ausgabenskandal für Le Pens EU Fraktion

Eine interne Rechnungsprüfung, die von EUobserver gesehen wurde, weist einen Fehlbetrag von einer halben Million Euro in den Büchern der Fraktion Europa der Nationen und Freiheit auf

News in Brief

  1. Catalan politician accuses Spanish state of espionage
  2. EU ministers clash with Turkey over Hagia Sophia and drilling
  3. Study: EU recovery package falls short on green investment
  4. WHO: no return to normal for foreseeable future
  5. Macron wants a stronger EU in the Mediterranean
  6. Croatia opens for US tourists, defying EU ban
  7. Poll: only 61% of Germans would get Covid-19 vaccine
  8. UK to spend €788m on new UK-EU border control system

Stakeholders' Highlights

  1. UNESDANext generation Europe should be green and circular
  2. Nordic Council of MinistersNEW REPORT: Eight in ten people are concerned about climate change
  3. UNESDAHow reducing sugar and calories in soft drinks makes the healthier choice the easy choice
  4. Nordic Council of MinistersGreen energy to power Nordic start after Covid-19
  5. European Sustainable Energy WeekThis year’s EU Sustainable Energy Week (EUSEW) will be held digitally!
  6. Nordic Council of MinistersNordic states are fighting to protect gender equality during corona crisis

Latest News

  1. EU prepares response to China over Hong Kong
  2. EU to keep corporate sponsorship of presidencies
  3. 'Passengers' became 'lenders' to airlines hit by pandemic
  4. Green NGOs demand EU dumps controversial energy treaty
  5. EU Parliament considers streamlining rule-of-law tools
  6. Italy has a responsibility, too
  7. Poland's EU-battles to continue as Duda wins tight vote
  8. EU 'in-person' summit plus key data privacy ruling This WEEK

Join EUobserver

Support quality EU news

Join us