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19th Aug 2022

Die EU startet eine Kampagne für interkulturellen Dialog

EUOBSERVER / BRÜSSEL - Um das bunte Völkchen von EU Bürgern zu besserem gegenseitigen Verständnis und Austausch anzuhalten, hat Brüssel eine Medienkampagne zum kommenden europäischen "Jahr des interkulturellen Dialogs" gestartet.

Die Initiative verfügt über ein Budget von €10 Millionen, zuzüglich Gelder aus den Mitgliedsstaaten, und wird während des ganzen nächsten Jahres laufen.

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  • Gemäß den Umfrageergebnissen glauben beinahe drei Viertel der EU Bürger, dass Menschen mit einem unterschiedlichen Hintergrund das kulturelle Leben ihres Landes bereichern. (Photo: European Commission)

Sie umfasst sieben multi-europäische richtungsweisende Projekte und 27 nationale Projekte in den Bereichen Kultur, Bildung, Jugend, Sport und EU-Bürgerschaft.

Das Programm sieht vor, "den Nutzen der kulturellen Vielfalt (zu) veranschaulichen" und "ein Gefühl der Zugehörigkeit zu Europa (zu) fördern".

Die EU-Erweiterung, sowie verstärkte Mobilität in der Union, neue und alte Migrationsströme und vergrößertes Handelsaufkommen mit dem Rest der Welt haben zu mehr Kontakt zwischen Kulturen, Religionen, Überzeugungen, ethnischen Gruppen und Sprachen in Europa geführt, so die Kommission.

Dem EU Kultur-Kommissar, Jan Figel, standen beim offiziellen Startschuss am Dienstag sieben für das Jahr gewählte "Goodwill Botschafter" zur Seite.

Darunter waren bekannte Persönlichkeiten aus dem Bereich der Kultur, wie etwa der brasilianische Bestseller-Autor Paulo Coelho, der slowakische Dirigent Jack Martin Händler und die serbische Eurovision Song Contest Gewinnerin Marija Serifovic.

Paulo Coelho, der Autor des Bestseller-Romans Der Alchimist, sagte dazu: "In diesen schwierigen Momenten, in denen die Welt in Gefahr ist, bildet Kultur die Basis für einen möglichen Dialog".

Er hob die Kultur als kleinsten gemeinsamen Nenner aller Gemeinschaften weltweit, auch der isoliertesten, hervor und nannte Musik sowie Begriffe von Schönheit und Gott als Beispiele.

Sechs Debatten zum Thema Kultur werden in Brüssel in 2008 stattfinden, wobei jede Debatte einen speziellen sektoriellen Blick auf den interkulturellen Dialog werfen wird: Medien, Kunst und Kulturerbe, Arbeitsplatz, interreligiöser Dialog, Bildung und Jugend, Migration und Integration stehen auf dem Programm.

Am selben Tag, an dem der Startschuss für die neue Kampagne fiel, stellte die Europäische Kommission ebenfalls die Ergebnisse einer jüngst durchgeführten Umfrage vor. Diese belegt, dass drei von vier EU Bürgern den Dialog mit anderen Kulturen begrüßen.

Gemäß den Umfrageergebnissen glauben beinahe drei Viertel der EU Bürger, dass Menschen mit einem unterschiedlichen Hintergrund – sei er ethnischer, religiöser oder nationaler Art – das kulturelle Leben ihres Landes bereichern.

Euphemismus für Treffen religiöser Führer

Aber die Veranstaltungen im Zeichen des interkulturellen Dialogs rufen im Vorfeld bereits auch Kritik hervor.

"Es klingt ja alles sehr schön und gut, Verständnis und Dialog ... aber einigen Leuten wird dieses Jahr als Entschuldigung dienen, Immigranten und Immigrantenkulturen in Europa als Hauptzielgruppe zu definieren", so die niederländische liberale EU-Abgeordnete Sophie In 't Veld gegenüber EUobserver.

Sie bezog sich dabei auf einen Text der Kommission, in dem es heißt, interkultureller Dialog schließe auch in Europa zeitweise lebende Nicht-EU-Bürger ein.

Frau In 't Veld sagte, dass "Interkultureller Dialog" ein Euphemismus für einen Dialog zwischen religiösen Führern geworden sei, die sich das Exklusivrecht vorbehalten, moralische Werte unserer Gesellschaft zu definieren.

EU launches campaign for intercultural dialogue

To foster better understanding and communication between the diverse crowd that makes up European citizens, Brussels has launched a media campaign about its forthcoming "Year of intercultural Dialogue."

No breakthrough in EU-hosted Kosovo/Serbia talks

Serbia's president Aleksandar Vučić and Kosovo's prime minster Albin Kurti met in Brussels with the EU's foreign policy chief, Josep Borrell, in the hopes of finding a solution the recent spike in tensions between the two sides.

Opinion

Could the central Asian 'stan' states turn away from Moscow?

The former Soviet states of Kazakhstan, Uzbekistan, Kyrgyzstan, Tajikistan, and Turkmenistan have retained close ties with Russia since 1989. Yet this consensus may be shifting. At the UN, none of them supported Russia in the resolution condemning the Ukraine invasion.

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